Geld verdienen durch das Youtube Partnerprogramm

Warum Youtube Abonnenten kaufen

Youtube öffnet sein bisher exklusives Partnerprogramm nun auch für Hobby-Filmer in zwanzig verschiedenen Ländern, darunter auch Deutschland. Bislang konnte sich zwar jedes Youtube-Mitglied für das Partnerprogramm bewerben, es wurde aber nur derjenige akzeptiert, der regelmäßig Videos hochgeladen hatte und eine große Anzahl an Besuchern vorweisen konnte. Laut YouTube zählt das Partnerprogramm zum jetzigen Zeitpunkt gerade einmal 30.000 Mitglieder aus 27 Ländern. Dies soll sich nun grundlegend ändern.

Geld verdienen bei Youtube mit Ihren selbstproduzierten Videos

Um mit den selbst produzierten Videos Geld verdienen zu können, muss der Youtube-Nutzer seinen Account freischalten. Danach kennzeichnet der User in seinem Account alle Videos, mit denen er Geld verdienen möchte. Außerdem muss das Youtube-Video mit dem eigenen Google Adsense-Konto verknüpft werden.

Nach der Genehmigung durch YouTube erscheint dann Werbung in den Videos. Ausgeschloßen vom Partnerprogramm sind alle Videos, an denen der Nutzer keine Rechte hat, z.B. Kinofilme und Musikvideos, Filmmitschnitte, Konzertvideos sowie Onlinespiele. Wie viel der User unter dem Strich an der Werbung verdient, hängt davon ab, um was für Werbung es sich handelt, wieviele Nutzer sich das Video ansehen und wie hoch die sogenannte „Durchklickrate“ (auch CTR oder „click through rate“ genannt) ist.

Um die eigene Durchklickrate analysieren zu können, stellt YouTube ein eigenes Tracking-Tool „YouTube Insight“ zur Verfügung. Hier kann der Nutzer jederzeit detaillierte Statistiken über seine hochgeladenen Videos einsehen.  Dabei können genaue Statistiken sowohl für alle Videos als auch für einzelne Clips aufgerufen werden.

Folgende Funktionen stehen dafür bei Youtube zur Auswahl:

Views & Popularity – Unter diesem Menüpunkt erhalten Sie eine interaktive Grafik und können sich anzeigen lassen, woher Ihre Youtube Klicks kommen. Die Besucher können dabei nach Kontinent, Land oder Region sortiert werden.

Discovery – Hier können Sie herausfinden, über welche Wege Ihre Besucher zu Ihrem Video gelangt sind. Sie können sich auch die meistverwendeten Suchbegriffe anzeigen lassen, die die Nutzer bei Google oder YouTube eingegeben haben, um zu Ihrem Videclip zu kommen. Außerdem erhalten Sie eine Übersicht über alle Webseiten, die Ihr Video „embedded“ , d.h. in ihren eigenen Code integriert haben.

Demographics – Hier können die Besucher nach Altersklasse und Geschlecht sortiert werden. Sie können außerdem sehen, wie die Altersstruktur innerhalb eines von Ihnen vorgegebenen Zeitrahmens aussieht und sich dabei verändert.

Audience Attention – Mit dem „Hot Spot“-Feature können Sie sich ansehen, welche Teile Ihres Videoclips großes Interesse beim Zuschauer hervorrufen und welche Teile den Nutzer eher zum Abschalten bewegen („bounce rate“). Das Tool vergleicht die Statistiken Ihres Clips mit denen von ähnlichen Videos und zeigt an, zu welchen Zeitpunkten mehr User die Seite verlassen als bei einem durchschnittlichen Video.

Community Engagement – Hier erhalten Sie Informationen darüber, ob und wieviele Nutzer die Kommentarfunktion nutzen, ihr Video als Favorit markieren oder eine Bewertung abgeben.

Es liegt auf der Hand, dass YouTube sein Partnerprogramm, dessen Nutzung bisher nur wenigen Usern vorbehalten war, nicht aus lauter Herzensgüte einem breiten Publikum zugänglich macht. Das Unternehmen verspricht sich von der neuen Strategie, die Nutzerzahlen und nicht zuletzt die Anzahl der Uploads zu steigern – denn mehr Uploads heißt am Ende auch mehr Zuschauer.

YouTube stellt auch eine Anleitung zur Verfügung. Das Unternehmen unterhält außerdem viele sogenannte „Creator-Clubs“, in denen Hobby-Filmer Erfahrungen und Ideen austauschen können. Hier können Nutzer lernen, wie sie ihr Publikum und ihre Fanbasis vergrössern können. Diese Clubs existieren mittlerweile weltweit.

Das Unternehmen stellt nicht alle Features des Partnerprogramms der breiten Masse zur Verfügung.

Viele Nutzer wünschen sich beispielsweise individuell gestaltbare „thumbnails“ (Mini-Screenshots) oder eigene Banner für ihren YouTube-Kanal. Laut YouTube beabsichtigt man, derartige Custom-Features bald allen Nutzern zugänglich zu machen. Unter dem Strich lässt sich aber sagen, dass längst noch nicht alle Möglichkeiten des „alten“ YouTube-Partnerprogramms der Masse der Nutzer zugänglich sind.

Lässt sich mit dem YouTube-Partnerprogramm überhaupt nennenswert Geld verdienen? Laut YouTube muss diese Frage eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Das Unternehmen zahlt Jahr für Jahr viele Millionen Dollar bzw. Euro an Werbeeinnahmen an seine Partner aus – einige verdienen dabei mehr als 100.000 Dollar pro Jahr.

Die Auszahlungen haben sich seit 2009 Jahr für Jahr mehr als verdoppelt, und es gibt inzwischen YouTube-Mitglieder, die hunderttausende oder gar Millionen von „Subscribern“ (Abonnenten) haben. Beispiele für dieses Phänomen sind Größen wie Ryan Hia, Lauren Luke oder Lisa Savie.

Hier noch eine kleine Infografik zum Thema Youtube.

Youtube Infografik